Verschlüsse

Seit dem Jahrgang 2008 haben wir unsere Flaschenverschlüsse (Weißwein) umgestellt.

Damit Sie die Weine der Steinmühle auch noch nach Jahren genießen können, haben wir unsere Verschlüsse den Anforderungen der jeweiligen Weine angepasst: Hochwertiger Naturkork sorgt für den natürlichen Gasaustausch, den gehaltvolle Rotweine benötigen, um ihre volle Reife zu entfalten. Weißweine werden durch den Dreh-/Schraubverschluss hingegen vor zu schneller Alterung bewahrt: Fruchtigkeit, Eleganz und Frische bleiben so lange erhalten.

zum Thema:

Hendrik Thoma »Reiner Wein«

Plan7-Kolumne des Master Sommeliers

"Nur etwa 150 Personen weltweit haben die Prüfung zum Master Sommelier bestanden. Seit 1999 gehört Hendrik Thoma in diesen Kreis der besonderen Weinkenner. In loser Folge geht der Sommelier aus dem Elb-Hotel "Louis C. Jacob" in seiner neuen plan7-Kolumne "Reiner Wein" populären Meinungen und Vorurteilen rund um den Rebensaft auf den Grund. Diesmal: Sind Weine mit Schraubverschluss schlecht?

Haben Sie mal korkigen Wein getrunken? Er hat einen muffigen Geschmack nach feuchtem Keller, alter Wäsche, mosigem Holz. Schuld daran ist das Molekül Trichloranisol, das während des Bleichens der Korken entstehen kann. Unangenehm. Heute begegnen einem immer mehr Weinflaschen, die einen Schraubverschluss haben. Warum? Die Korkqualität ist enorm zurückgegangen - es kommt sogar vor, dass bei einzelnen Winzern ganze Ernten sprichwörtlich verkorkst waren.

Also begann die Suche nach Alternativen. Plastik- und Kronkorken, Glasverschlüsse und so weiter. In Übersee sind Produzenten dazu übergegangen, Schraubverschlüsse mit hohen Schaft einzusetzen: den "Stelvin". Auch in Europa ist einiges passiert, allen voran in Österreich. Viele deutsche Spitzenwinzer haben längst kein Problem mehr mit dem "Stelvin" oder einem Glasverschluss. Ich finde den "Stelvin"-Schrauber irgendwie sogar hübsch - und nebenbei ist er gar nicht so billig, wie man vermuten mag. Manche Gäste gucken komisch, wenn ich ihnen einen solchen Wein serviere. Doch das kann man ja erklären. Gerade jungen, frischen Weinen - ein knackiger Riesling, Sancerre, Pinot Grigio - tut dieser Verschluss gut: Der Wein entwickelt sich bedeutend langsamer, die Frucht bleibt besser erhalten, ein wenig Luft zum Reifen befindet sich auch in der Flasche und die Winzer benötigen weniger Schwefel zum Haltbarmachen, sprich: weniger Kopfweh am Morgen. Und letztlich zählt sowieso, wie der Inhalt schmeckt."

Ressort: extrablatt plan7 speis&trank