Wendelin Weißheimer (1838-1910)

Wendelin Weißheimer war der jünste Sohn von Johann Weißheimer II. und Ottilia Best. Auf dem jungen Wendelin lagen die Hoffnungen der Eltern eines Tages die Steinmühle weiterzuführen. Stattdessen wurde er Komponist und leitete als Kapellmeister die Chöre und Orechster in Mainz, Darmstadt, Baden-Baden, Würzburg, München, Leipzig, Berlin, Düssseldorf, Stettin, Straßburg und an der Mailänder Scala. Sein Elternhaus, die Steinmühle, diente ihm stets als Refugium und Erholungsort. Hier komponierte er viele seiner Lieder und auch seine große Oper Theodor Körner (Leyer und Schwert). Nachdem er krankheitsbedingt einige Woche das Bett hüten musste, kam überraschend Richard Wagner in die Steinmühle, um Wendelin Weißheimer das damals einzige existierende Exemplar  der heute weltberühmten "Walküre" zurm Studium zu hinterlassen. "Der Wein tat seine Wirkung" schreibt Wendelin Weißheimer und versetzte Wagner bald in größte Euphorie. Einige Wochen später sollte die Familie Weißheimer Richard Wagner in der Steinmühle wiedersehen, diesmal in Begleitung von Hans von Bülow und dessen Frau Cosima. Welche Brisanz diese Konstellation hatte sollte sich bald zeigen: denn Cosima, die Tochter Franz Liszts, war Wagner bereits verfallen...